Effektiver Jahreszins oder Sollzins: Der Unterschied beim Kredit

Sollzins und effektiver Jahreszins einfach erklärt: enthaltene Kosten, repräsentatives Beispiel, variable Zinsen und richtiger Angebotsvergleich.

In diesem Artikel

Kurzantwort

Der Sollzins ist der Preis für das geliehene Kapital. Der effektive Jahreszins bildet zusätzlich die nach der PAngV einzubeziehenden Kreditkosten und Zahlungszeitpunkte als Jahresprozentsatz ab. Für den Angebotsvergleich ist der Effektivzins zentral – aber nur bei gleichem Betrag, gleicher Laufzeit und gleichen Zahlungsbedingungen. Gesamtbetrag und nicht einbezogene mögliche Kosten bleiben ebenfalls wichtig.

Zwei Zinsangaben

AngabeInhalt
SollzinsVerzinsung des ausstehenden Darlehensbetrags
Effektiver JahreszinsJährliche Gesamtkosten nach gesetzlicher Berechnung einschließlich einzubeziehender Kosten

Erhalten Sie während eines laufenden variablen Ratenkredits eine Zinsmitteilung, prüfen Sie zusätzlich den neuen Zahlungsplan. Der Leitfaden zu verändertem Kreditzins und Restkosten verbindet Referenzregel, Unterrichtung und offene Restschuld mit einer Rechnung für drei angenommene Zinssätze bei gleicher Restlaufzeit.

Was einbezogen wird

§ 16 PAngV und seine Anlage regeln die Berechnung. Vermittlungsprovisionen und bestimmte verpflichtende Konto- oder Bewertungsentgelte können einzubeziehen sein. Kosten bei Vertragsverletzung oder nicht zwingende Zusatzleistungen gehören regelmäßig nicht automatisch hinein.

Vergleich nur bei gleichen Eckdaten

Ein Angebot mit niedrigerem Effektivzins kann bei längerer Laufzeit trotzdem einen höheren Gesamtbetrag haben. Halten Sie Betrag, Laufzeit, Auszahlung und Rate gleich und vergleichen Sie persönlichen Effektivzins plus Gesamtbetrag.

Variabler Zins

Bei veränderlichen Sollzinsen basiert der anfängliche Effektivzins auf Annahmen. Lesen Sie Referenzzins, Anpassungsintervall, Marge und Zinsobergrenze; der spätere tatsächliche Gesamtpreis kann abweichen.

Häufige Fragen

Welcher Zins ist für den Vergleich wichtiger?

Der effektive Jahreszins, weil er die gesetzlich einzubeziehenden Gesamtkosten abbildet. Vergleichen Sie zusätzlich den Gesamtbetrag.

Warum ist der Effektivzins meist höher?

Er berücksichtigt neben dem Sollzins weitere einzubeziehende Kosten und den zeitlichen Zahlungsfluss.

Enthält der Effektivzins jede denkbare Gebühr?

Nein. Kosten bei Zahlungsverzug, optionale Leistungen oder bestimmte nicht bekannte Kosten können außerhalb liegen. Lesen Sie die vollständigen Unterlagen.

Offizielle Quellen und Rechtsgrundlagen

Zuletzt fachlich geprüft am 25.09.2026.

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